Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium oder Aluminium können sich über viele Jahre im Körper anreichern. Bereits niedrig dosierte, chronische Belastungen werden heute zunehmend als möglicher Mitfaktor bei der Entstehung chronischer Erkrankungen diskutiert – insbesondere im Bereich von Entzündungen, Stoffwechselstörungen und mitochondrialer Dysfunktion.
Die Chelat-Therapie ist ein seit Jahrzehnten weltweit angewendetes Verfahren der Umwelt- und Regulationsmedizin zur gezielten Bindung und Ausleitung solcher Metalle.
Bei der Chelattherapie werden spezielle Substanzen (sogenannte Chelatoren) intravenös verabreicht.
Diese binden freie Metalle im Blut und Gewebe und bilden wasserlösliche Komplexe, die anschließend über die Nieren ausgeschieden werden.
Je nach verwendeter Substanz können unterschiedliche Metalle gezielt gebunden werden, unter anderem:
Die Auswahl des Chelators erfolgt individuell.
Schwermetalle gehören zu den sogenannten Akkumulationsgiften. Sie werden vom Körper nur sehr langsam ausgeschieden und können sich über Jahrzehnte ansammeln.
Dabei können sie unter anderem:
Diese Mechanismen spielen insbesondere in der Mitochondrienmedizin eine zentrale Rolle.
Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Umweltbelastungen.
Genetische Unterschiede in der Leberentgiftung (z. B. Phase-1- und Phase-2-Enzyme) können dazu führen, dass Schadstoffe schlechter verarbeitet und ausgeschieden werden.
Bei bestimmten genetischen Konstellationen kann es daher schneller zu einer Akkumulation toxischer Metalle kommen – selbst bei vergleichsweise niedriger Exposition.
Vor einer Chelattherapie erfolgt stets eine individuelle Abklärung.
Dazu gehören je nach Situation:
Erst auf Basis dieser Ergebnisse wird beurteilt, ob und in welcher Form eine Chelattherapie sinnvoll ist.
Die Chelattherapie erfolgt ambulant als Infusion in ruhiger Atmosphäre.
Begleitend kann eine gezielte Versorgung mit Mikronährstoffen sinnvoll sein, um Entgiftungsprozesse und Zellschutz zu unterstützen.
Die Chelattherapie ist kein isoliertes Verfahren, sondern Teil eines ganzheitlichen Therapiekonzepts.
In Kombination mit Infusionstherapie, Toxopherese, IHHT oder Hochdosis-Ozontherapie kann sie dazu beitragen, den Körper zu entlasten, die Zellenergie zu stabilisieren und Regeneration zu fördern.
Die Chelat-Therapie ist eine individuelle medizinische Leistung und wird nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten ggf. teilweise – bitte klären Sie dies im Vorfeld direkt mit Ihrer Versicherung.
Die Chelattherapie ist ein medizinisches Verfahren zur gezielten Bindung und Ausleitung von Schwermetallen und toxischen Metallverbindungen. Dabei werden sogenannte Chelatbildner eingesetzt, die diese Stoffe im Körper binden und über die natürlichen Ausscheidungswege ausleiten.
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