Diagnostik & Praxismessungen

Funktionelle Diagnostik

zur Beurteilung von Regulation, Belastung und individuellen Therapieansätzen

Unsere diagnostischen Verfahren dienen dazu, funktionelle Zusammenhänge im Körper besser zu verstehen und gezielt therapeutisch darauf einzugehen.

Dabei kombinieren wir verschiedene Messmethoden, um sowohl Regulationsfähigkeit als auch mögliche Belastungen differenziert zu beurteilen.

Praxismessungen und Diagnostik

Integrativer diagnostischer Ansatz

Die einzelnen Messverfahren werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext Ihrer individuellen Situation zusammengeführt.
So entsteht ein differenziertes Bild von:

  • Regulationsfähigkeit
  • Belastungssituation
  • individuellen Therapieansätzen

Ganzheitliche Betrachtung

Wir betrachten einzelne Messwerte nicht isoliert, sondern im Zusammenhang Ihrer gesamten gesundheitlichen Situation – für ein differenziertes Gesamtbild.

Moderne funktionelle Diagnostik

Unsere Verfahren ermöglichen Einblicke in Regulation, Belastung und Stoffwechselprozesse – oft dort, wo klassische Diagnostik an ihre Grenzen stößt.

Individuelle Ableitung von Maßnahmen

Die Ergebnisse dienen als Grundlage für gezielte therapeutische Entscheidungen – abgestimmt auf Ihre individuelle Ausgangssituation und Zielsetzung.

Analyse des autonomen Nervensystems

Herzfrequenzvariabilität (HRV)

Nichtinvasive Messung der Regulationsfähigkeit von Stress, Erholung und vegetativem Nervensystem.

Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) beschreibt die natürlichen Schwankungen der Zeitabstände zwischen zwei Herzschlägen. Sie gilt als sensibler Marker der Regulation des autonomen Nervensystems, welches zentrale Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Blutdruck, Atmung, Verdauung und Stressreaktionen steuert.

Das autonome Nervensystem besteht aus zwei Hauptanteilen: dem Sympathikus, der den Körper aktiviert („Leistungs- und Stressmodus“), und dem Parasympathikus, der für Erholung, Regeneration und Energieaufbau verantwortlich ist. Der Parasympathikus ist darüber hinaus wichtig, um auch die Körper-eigene Entgifung zu unterstützen und auch essentiell für eine gute Verdauung.

Eine hohe HRV weist auf ein gut ausbalanciertes Zusammenspiel dieser beiden Systeme hin und zeigt eine hohe Anpassungsfähigkeit des Organismus an körperliche und psychische Belastungen.

In der Präventivmedizin bzw. funktionellen Medizin wird eine günstige HRV mit besserer Stressresilienz, effizienter Regeneration und einer stabilen Herz-Kreislauf-Regulation in Verbindung gebracht. Eine verminderte HRV kann dagegen Hinweise auf chronische Belastung, eingeschränkte vegetative Regulation und ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko geben.

Die HRV-Analyse ermöglicht somit eine nichtinvasive und sensitive Beurteilung der autonomen Regulation des Herz-Kreislauf-Systems sowie der individuellen Belastungs- und Regenerationsfähigkeit.

Wir messen dies in unserer Praxis, einmal in Ruhe bei normaler Atmung und einmal unter Atemübungen, um die Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems zu prüfen.

HRV-Messung Test

Was wird gemessen?

Die Herzfrequenzvariabilität beschreibt die natürlichen Schwankungen zwischen einzelnen Herzschlägen und gilt als sensibler Marker für die Regulation des autonomen Nervensystems.

Dieses steuert unter anderem:
- Herzfrequenz
- Atmung
- Verdauung
- Stressreaktionen
- Regeneration

Was bedeutet das Ergebnis?

Hohe HRV: gute Anpassungsfähigkeit, stabile Regulation, gute Regeneration

Niedrige HRV: Hinweis auf Stressbelastung, eingeschränkte Regulation

Ablauf der Messung

- Messung in Ruhe
- Messung unter Atemübungen

So kann die Regulationsfähigkeit des Nervensystems differenziert beurteilt werden.

Mineralstoffe & mögliche Schwermetallbelastung

Oligoscan-Messung

Schnelle, nichtinvasive Analyse von Mineralstoffen und möglichen Belastungen im Gewebe.

Der Oligoscan ist eine moderne Analyse mittels optischer Spektralphotometrie, mit der Hinweise auf den Gehalt von Mineralstoffen, Spurenelementen sowie möglichen Schwermetallbelastungen im Gewebe gewonnen werden können. Die Messung erfolgt nichtinvasiv über die Haut der Handfläche und dauert nur wenige Minuten.

Die Methode nutzt bestimmte Lichtwellenlängen, um Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Gewebes zu ziehen. Auf diese Weise lassen sich orientierende Informationen über den Mineralstoffstatus, Spurenelemente sowie mögliche Belastungen durch Umwelttoxine und Schwermetalle erhalten.

In der klassischen Schulmedizin wird diese Methode kritisch bewertet und häufig als nicht ausreichend wissenschaftlich validiert angesehen. In der funktionellen und präventiven Medizin wird sie jedoch vielfach als orientierendes Screening-Verfahren eingesetzt. Aus unserer praktischen Erfahrung kann die Untersuchung wertvolle Hinweise auf mögliche Ungleichgewichte im Mineralstoffhaushalt oder Belastungen durch Schwermetalle liefern.

Wichtig ist jedoch:
Eine mögliche Schwermetallbelastung und vor allem die Möglichkeit zur Ausscheidung über die Niere darf bzw. kann nicht allein auf Basis einer Oligoscan-Messung beurteilt werden. Daher kombinieren wir diese Untersuchung grundsätzlich mit einem standardisierten Schwermetall-Ausscheidungstest.

Hierfür führen wir einen sogenannten Schwermetallausscheidungstest (sog. CEMET) durch. Dabei werden gemäß den Kriterien der deutschen Gesellschaft für Metalltoxikologie (KMT)
250 mg DMPS sowie
3 g Natrium-Calcium-EDTA
verabreicht. Anschließend wird die ausgeschiedene Menge an Schwermetallen im Urin bestimmt.

Die Analyse der Schwermetalle erfolgt im spezialisierten Labor IMD Berlin, das über langjährige Erfahrung in der metalltoxikologischen Diagnostik verfügt.

Durch die Kombination aus orientierender Oligoscan-Messung und standardisiertem Labortest erhalten wir ein deutlich umfassenderes Bild über mögliche Belastungen und den Mineralstoffstatus. Auf dieser Grundlage können anschließend gezielte therapeutische Maßnahmen oder Präventionsstrategien geplant werden.

Die Oligoscan-Messung selbst ist schnell, schmerzfrei und innerhalb weniger Minuten durchführbar, sodass die Ergebnisse unmittelbar im Anschluss besprochen werden können. 

Was wird gemessen?

Der Oligoscan nutzt optische Spektralphotometrie, um über die Haut der Handfläche Hinweise auf:

- Mineralstoffe
- Spurenelemente
- mögliche Schwermetallbelastungen

zu gewinnen. Die Messung dauert nur wenige Minuten und ist vollständig schmerzfrei.

Einordnung der Methode

Die Untersuchung wird in der klassischen Medizin teilweise kritisch bewertet.

In der funktionellen Medizin dient sie vor allem als orientierendes Screening, das erste Hinweise auf mögliche Ungleichgewichte liefern kann.

Standardisierte Diagnostik bei Verdacht auf Belastung

Schwermetall-Ausscheidungstest (sog. CEMET)

Labordiagnostik zur objektiven Beurteilung der Schwermetallbelastung und Ausscheidungsfähigkeit.

Bei zahlreichen Beschwerden ist es sinnvoll, mögliche Belastungen durch Umweltgifte im Körper zu untersuchen. Dabei steht insbesondere eine mögliche Belastung mit Schwermetallen im Fokus. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob der Organismus diese Substanzen noch ausreichend über die Nieren ausscheiden kann.

In unserer Praxis führen wir hierfür einen standardisierten Schwermetall-Ausscheidungstest (sog. CEMET) durch. Dabei werden spezielle Substanzen (sogenannte Chelatoren) verabreicht, die Schwermetalle im Körper binden können. Diese gebundenen Metalle werden anschließend über die Niere im Urin ausgeschieden und können dort im Labor bestimmt werden.

Die Analyse erfolgt in einem spezialisierten Labor (IMD Berlin) und wird nach den Kriterien der deutschen Gesellschaft für Klinische Metalltoxikologie durchgeführt.

Der Test dient dazu, eine mögliche Schwermetallbelastung objektiver einschätzen zu können und bildet häufig eine wichtige Grundlage für eine individuell abgestimmte Therapieplanung.

Voraussetzung: Wichtige Laborwerte vor dem Test

Aus Sicherheitsgründen müssen vor der Durchführung bestimmte Laborwerte vorliegen, die nicht älter als 4 Wochen sein dürfen. Dazu gehören:

  • Nierenwert: Kreatinin und Harnstoff
  • Leberwerte: GOT, GPT, Gamma-GT, AP und Bilirubin
  • Speichereisen: Ferritin mit CRP

Ohne diese Laborwerte kann der Test leider nicht durchgeführt werden.

Ergänzende Untersuchungen (empfohlen)

Um den Körper während einer möglichen Schwermetallausleitung bestmöglich zu unterstützen, empfehlen wir häufig zusätzlich weitere Laboruntersuchungen, beispielsweise:

  • Mineralstoffe im Vollblut
  • wichtige Vitamine
  • gegebenenfalls weitere unterstützende Parameter wie Alpha-Liponsäure, Thiolstatus

Diese Untersuchungen sind nicht zwingend erforderlich, können jedoch helfen, die Therapie sicherer und individueller zu gestalten.

Mineralstoffe während einer Ausleitung beachten

Chelatoren können neben Schwermetallen auch wichtige Spurenelemente binden und ausscheiden. Deshalb ist es wichtig, mögliche Mineralstoffdefizite frühzeitig zu erkennen.

Bei erniedrigten Spiegeln von beispielsweise

  • Zink
  • Selen
  • Kupfer

empfehlen wir häufig eine gezielte Substitution an den infusionsfreien Tagen, um den Mineralstoffhaushalt zu stabilisieren und eine optimale Verträglichkeit der Behandlung zu gewährleisten.

Individuelle Beratung

Die Diagnostik und Behandlung möglicher Schwermetallbelastungen ist komplex und sollte immer individuell geplant werden.

In unserer Praxis beraten wir Sie hierzu ausführlich und spezialisiert, um gemeinsam zu entscheiden, ob eine entsprechende Diagnostik sinnvoll ist und wie diese optimal durchgeführt werden kann.

Wie funktioniert der Test?

- Verabreichung spezieller Chelatoren
- Bindung von Schwermetallen im Körper
- Ausscheidung über die Niere
- Analyse im Urin

Die Auswertung erfolgt in einem spezialisierten Labor (IMD Berlin).

Warum ist der Test wichtig?

Der Test ermöglicht:

- eine objektivere Einschätzung von Belastungen
- die Beurteilung der Ausscheidungsfähigkeit
- eine fundierte Grundlage für Therapieentscheidungen

Diagnostik sinnvoll einordnen

Welche Untersuchungen in Ihrem Fall sinnvoll sind, klären wir im Rahmen eines ärztlichen Gesprächs.